Johann G. (52)

Der begnadete Rennradler

Zumindest in drei der vier Jahreszeiten sitze ich täglich im Sattel. Die Route dabei ist zumindest der tägliche Weg in die Arbeit, da ich lediglich 15Kilometer pro Strecke pendeln muss. Mein altes Rennrad, Baujahr 1986, ist das ideale Gefährt für diese Strecke. Das Rad ist seit damals in meinem Besitz und ich hege und pflege es seit jeher. Mittlerweile dürfte ich damit schon mehr als 150.000km gefahren sein und es hat mir erheblich dabei geholfen Geld zu sparen. Pro Arbeitstag die ich mit dem Fahrrad in die Arbeit pendle, spare ich mir ca. ­ 2.50.- an Treibstoffkosten im Vergleich zum Auto. Neben dem finanziellen Vorteil den mir das tägliche Radfahren bietet, spielt natürlich auch die körperliche Fitness eine große Rolle. Wenn ich mit dem Rad in die Arbeit fahre, erspare ich mir sonstiges Training und habe meinen direkten Ausgleich zu den oftmals anstrengenden Arbeitstagen.

Generell ist mir beim Radfahren ein gut ausgebautes Radwegenetz wichtig. Früher war das kein so großes Problem, da auch der Verkehr nicht so stark wie heute war. Seit die Radwege in den letzten Jahren zunehmend und flächendeckend in der Region neu angelegt und erweitert wurden, bin ich etwas verwöhnt und möchte diese auch nicht mehr missen. Das Potential nach oben ist aber nach wie vor erheblich. Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Fahrradpendeln in die Arbeit ist die Möglichkeit dass ich mich umziehen und ggf. auch schnell duschen kann falls das notwendig ist. Wir haben eine alte Küche im Keller die für Radfahrer zur Dusch- und Umkleidekabine umfunktioniert wurde. Ich hoffe das in den nächsten Jahren das Radwegenetz noch weiter ausgebaut wird, damit ich in der Pension später gemütlich meiner Leidenschaft -dem Radfahren- nachgehen kann.